Neurofeedback

Was ist Neurofeedback?

Neurofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode zur Messung und Verbesserung der Gehirnaktivität. Sie basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung, dass sich bestimmte Verhaltensmuster immer auf dieselben Gehirnwellenmuster zurückführen lassen. Hirnaktivität, im Normalfall über unsere Sinne nicht wahrnehmbar, kann durch Messgeräte sichtbar gemacht werden.

Das computergestützte Neurofeedback trainiert therapeutisch verschiedene Leistungen des menschlichen Gehirns auf der Basis der im EEG messbaren elektrischen Hirnaktivität.Dem Probanden ist es dabei möglich, durch Rückmeldung des eigenen Hirnstrommusters eine bessere Selbstregulation zu erreichen.

Das Ziel ist, durch eine Optimierung der Hirnströme, die Wahrnehmung, das Denken, die Aufmerksamkeit, das Verhalten und das Wohlbefinden nachhaltig positiv zu beeinflussen.

Neurofeedback-Therapie

"Neurofeedback - und mein Gehirn macht was ich will!"

Alles Wissenswerte zu Neurofeedback?

Wie funktioniert Neurofeedback?

In der Neurofeedback-Sitzung werden drei Elektroden am Kopf des Patienten befestigt, die die Gehirnströme messen. Auf dem Bildschirm des Computers werden diese Messungen für den Therapeuten sichtbar. Der Patient hingegen, der auf einen separaten Bildschirm schaut, betrachtet ausgewählte Computeranimationen, die ihm positive Veränderungen seiner Hirnaktivität sofort direkt sichtbar oder auch hörbar zurückmelden (Feedback).

Der Patient lernt durch diese Erfolgsmeldungen, die verbesserte Hirnaktivität immer schneller und anhaltender zu erreichen. Dem Gehirn werden dabei keinerlei elektrische Impulse zugeführt, es wird ausschließlich die augenblickliche Hirnaktivität gemessen und zurückgemeldet.

Wie funktioniert die Othmermethode, mit der wir arbeiten?

In der Therapie mit Neurofeedback sind verschiedene Ansätze vertreten. Die bisher bekanntesten sind:

| das klassische Frequenzbandtraining
| das SCP Training (Slow Cortical Potential = Langsame Kortikale Potentiale)
| das bipolare Training.

Ein Ansatz, der als sehr effizient betrachtet wird, ist das Othmerverfahren. Es wurde im Verlauf der letzten 25 Jahre im Hause Othmer entwickelt und wird seit April 2015 in unserer Praxis erfolgreich eingesetzt.

Das Othmerverfahren ist ein Symptombasiertes Training zur Verbesserung der neuronalen Verarbeitung und der effizienteren Leistungs- und Regulationsfähigkeit des zentralen Nervensystems. Dabei werden die Feedbackparameter in Abhängigkeit der Wirkung beim Patienten angepasst.

Im Lauf der Zeit wurde beobachtet, dass das Arbeiten bei besonders niedrigen Frequenzen, den sogenannten ILF (Infra Low Frequencies) besonders effektiv ist. Die Hard- und Software wurde beim Othmerverfahren daraufhin an diese niedrigen Frequenzen angepasst.

Das Verfahren des SCP Trainings arbeitet ebenfalls in diesem Frequenzbereich. Das Othmerverfahren heute kann als eine Kombination aus den oben genannten drei leistungsfähigen Ansätzen gesehen werden.

Neurofeedback - Othmermethode

Bei welchen Krankheitsbildern kommt Neurofeedback zum Einsatz?

Neurofeedback ist bei sehr vielen verschiedenen Diagnosen und Symptomen einsetzbar. Hier einige Beispiele: 

| Aufmerksamkeits- & Konzentrationsstörungen (ADS/ADHS)
| Lernstörungen und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern & Jugendlichen
| Autismus
| Migräne
| Depression & Stimmungsschwankungen
| Angststörungen
| Tinitus
| Schlaganfall
| Schlafstörungen
| Epilepsie
| Schmerzen
| Autoimmunkrankheiten
| Bruxismus (Zähneknirschen)

Und viele weitere Einsatzmöglichkeiten, die Sie gerne bei uns erfragen können.

Für welches Alter ist Neurofeedback bestimmt?

Das Training ist nicht vom Alter des Patienten abhängig. Das Gehirn des Menschen kann in jedem Alter trainiert werden, dass es besser funktioniert.

Wie viele Behandlungen sind notwendig?

In der Regel ist von 20 bis 40 Einheiten auszugehen. Das Training sollte mindestens 1 x pro Woche, besser jedoch 2 x pro Woche durchgeführt werden.

Zu Beginn der Behandlungen werden die bestehenden Symptome wie z.B. Kopfschmerzen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme, Schlafschwierigkeiten, Tinnitus, Schwindel, Verhaltensauffälligkeiten in ihrer Stärke von 0-10 in einer Tabelle notiert und vor jeder weiteren Sitzung der aktuelle Stand aufgeschrieben.

So kann man anhand der Tabelle sehen, inwieweit sich die Symptome im Verlauf der Behandlungen verändert haben. 

Wie lange dauert eine Behandlung?

Eine Behandlung dauert zwischen 45 bis 60 Minuten.

Sind die Behandlungen schmerzhaft oder unangenehm?

Die Messungen sind schmerzlos (wie z.B. auch beim EKG). Der Patient soll sich während der Behandlung so wohl wie möglich fühlen. Dafür sitzt er in einem bequemen Sessel und die Frequenzen werden in dem Gerät entsprechend seiner Empfindungen und Äußerungen eingestellt. 

Kann Neurofeedback Medikamente ersetzen?

Laut wissenschaftlichen Studien ist eine Tendenz zu einer Verringerung bzw. Absetzung der Medikation in vielen Fällen gegeben.

Gibt es eine Langzeitwirkung bei der Neurofeedbacktherapie?

Neurofeedback gleicht einem längerfristigen Lernprozess, ähnlich wie beim Schwimmen oder Fahrradfahren. Das Gehirn verändert seine Aktivitätsmuster nachhaltig. Studien konnten die Effekte in umfangreichen Untersuchungen noch deutlich nach 6 Monaten zeigen. (z.B.: ADHS und Neurofeedback, Dissertation: Ulrike Leins, Tübingen, 2004)

Wie bekomme ich Neurofeedback-Training?

Sie können das Neurofeedback-Training in unserer Praxis im Rahmen der ergotherapeutischen Behandlungen per Verordnung von Ihrem Hausarzt, entsprechendem Facharzt oder Zahnarzt (bei verstärkt auftretendem Zähneknirschen) erhalten 

Oder als Selbstzahler in Form einer Privatleistung. 

Fragen zu unseren Therapiemaßnahmen?

Kontaktieren Sie uns einfach und wir geben gerne Auskunft

02373 / 39 92 73

ergo-roebert@t-online.de

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ADHS ohne Medikamente behandeln

Zertifikat Neurofeedback

Wir sind Anwender der Othmermethode